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Des Stadtschreibers weiß-blaues Welken im Turmstüberl – Gastbeitrag von Daniela Schwan zur Buchpräsentation

Pünktlich zu seinem Sechzigsten brachte Stadtschreiber, Kolumnist (u.a. Hallo München“) und Autor W.A. Riegerhof seine Memoiren der anderen Art auf den Markt: Unter dem Titel Das weißblaue Welken meiner Tage hat der „geistige Enkel Sigi Sommers“ einen Lyrikband verfasst –und diesen jetzt in einer Matinée im Turmstüberl im Valentin-Karlstadt-Musäum am Isartor präsentiert.

V. li.: Schauspieler, Filmproduzent Ludo Vici, der auch die Texte von W.A. Riegerhof vortrug. Mitte: Schauspielerer Hans Stadlbauer

„Nostalgisch mit einer Mischung aus Bitterkeit und Lust, die mir wahnsinnig gut
gefällt“, brachte es Schauspieler und Filmproduzent Ludo Vici auf den Punkt. Er agierte auch als Vorleser, denn: „Wir Schreiberling sind eher mundfaul“, lacht Riegerhof. Sein geschärfter Blick auf „Minga“ ist tiefgründig, melancholisch, herzgrantelnd und oftmals doppeldeutig. Sein Markenzeichen, neben seiner schlagkräftigen, pointierten Schreibe: Hut und Prädikat „bestdressed“.

Aus der Steiermark stammt er, seit 38 Jahren lebt er hier. „An München habe ich mich herangeliebt, es hat eine Weile gedauert, bis der Funke übergesprungen ist“, verrät er. Inzwischen brennt er für seine Wahlheimat, die er in seinen Büchern (u.a. Münchner G’schichtn, Bauchschuss Schwabing, Münchner Feigheit) rührend aufs Korn nimmt. Ein bisserl granteln erlaubt. „Nur wer München liebt, kann scharf darüber berichten“.

Das wusste auch schon Sigi Sommer, der mehr als 40 Jahre lang als Kolumnist für die AZ tätig war (Blasius der Spaziergänger) und auf dessen Spuren der Stadtschreiber wandelt. Vieles in München sei, wie er selbst, am Welken:

Wärmende Mädchenhände wichen dem Wärmepflaster, feiern tous les jours
wird ersetzt durch Akupunktur

zitiert er schmunzelnd aus seinem Werk.

Und inzwischen sei vieles schon mehr grau als weiß-blau, und seine Mission sei es, mit Worten die Liebenswürdigkeit dieser Stadt, aber auch die Missstände aufzuzeigen, über schöne Fleckerl aus einem ganz anderen Blickwinkel zu berichten.

Foto: W.A.Riegerhof

Sein Lebenswerk, bestehend aus Büchern, Berichten in Magazinen und Zeitungskolumnen, hat in der Monacensia-Bibliothek im Hildebrandhaus, neben anderen hervorstechenden Schreiberlingen der Stadt, einen Platz gefunden; in der Monacensia wird das Literaturarchiv der Stadt zur Geschichte und zum kulturellen Leben vereint.

Mein geistiger Nachlass hat jetzt schon einen ehrenvollen Rahmen erhalten, ich fühle mich sehr geehrt, in vertrauter, ehrwürdiger Nachbarschaft als Autor zwischen großen Kollegen wie Sigi Sommer, Erich Kästner oder Ludwig Thoma weiterzuleben“, freut sich Stadtschreiber W.A. Riegerhof dementsprechend.

Beim weiß-blauen Welken in einem der ältesten Türme der Stadt unter anderem dabei: Des Autors Spezln wie Trachten-Angermaier-Chef Axel Munz, Obststandl-Didi alias Dieter Schweiger, Schauspieler Hans Stadlbauer („Der Stadtschreiber und ich treffen uns regelmäßig in der Kaffeerösterei am Viktualienmarkt zum Austausch und sind inzwischen sehr gute Bekannte“), Exatmo-Designer Helmut Oppenberger und Regisseur Otto Retzer.

Was verbindet letzteren mit W.A. Riegerhof, den alle nur „Der Stadtschreiber“ nennen?

Kult-Regisseur Otto Retzer (u.a. Die Supernasen und Ein Schloss am Wörthersee)

Kult-Regisseur Retzer (u.a. Die Supernasen und Ein Schloss am Wörthersee) fasst es lachend zusammen:

„Erstens ist er Österreicher wie ich,
zweitens ist er immer gut angezogen,
drittens, dass er überleben kann mit den paar Zeilen, die er schreibt …“

Die Vorzüge von W.A. Riegerhof aus der Sicht des Regisseurs Otto Retzer 😉
Stadtschreiber und Autor W.A. Riegerhof mit Schauspieler Hans Stadlbauer

Alle Fotos – außer der Monacensia-Aufnahme – stammen von Michael Linzmeier.
Herzlichen Dank!

Weitere Beiträge von Daniela Schwan im GdS-Blog >



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Veröffentlicht von Gaby dos Santos

GdS-Blog, Bühnenproduktionen (Collagen/Historicals), Kulturmanagement/PR > gabydossantos.wordpress.com

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