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ZIRKA – Zentrum für interdisziplinäre Raum- und Kulturarbeit: Erste neue Nutzer für „Halle 23“ im Kreativlabor nach einiger Aufregung in 2021 – Pressetext, Video-Clips und weiterführende Links

Ein wenig erschlagen von soviel kreativer Fülle fühle ich mich schon, nachdem ich zu vorliegendem Pressetext nachrecherchiert habe. Aber mehr noch fühle ich mich davon elektrisiert, zumal ich konzeptionelle Ansätze wiederfinde, die mir schon lange ein Anliegen waren. Insbesondere das – meiner Meinung nach unverzichtbare – interdisziplinäre Arbeiten in Kunst und Kultur schlägt sich bereits vielversprechend im Projektnamen nieder. Ganz anders als in den Anfangszeiten meiner Kulturlaufbahn, als die Kombination von Jazz & Lyrik gewissermaßen als Non plus Ultra innovativer Veranstaltungen galt … 😉 Die Bereitschaft, Kunst und Kultur in ihrer ganzen Bandbreite, statt nebeneinander, beherzt miteinander geschehen – gar auf einander los zu lassen, die habe ich seinerzeit sehr vermisst, ebenso eine bewusst herbeigeführte Durchlässigkeit zwischen Hochkultur und Subkultur, die lange Zeit regelrecht Antipoden darstellten, streng von einander in Parallel-Szenen abgeschottet.

Brücken schlagen zwischen verschiedenen Sparten, zwischen Subkultur und Hochkultur,“ lese ich jetzt hingegen in diesem Presseinfo. Endlich! Endlich wird diese Verbindung auch von kulturell gewichtiger, städtischer Seite explizit angestrebt, während ich damit in meiner Zeit an der Spitze der Kulturplattform jourfixe-muenchen (1999 – 2020) gescheitert und teilweise sogar übel aufgestoßen bin! Als Einzelkämpferin aus der Freien Szene [„frei“ steht hier für „NICHT städtisch oder staatlich“] ist mir nicht gelungen, die Wichtigkeit kreativer Reibung und den Benefit der daraus entstehenden gegenseitigen Impulse zu vermitteln.

Zwar musste ich zu diesem Pressetext viel nachrecherchieren, denn zwischenzeitlich sind neue, mir bislang nicht geläufige ProtagonistInnen und Projekte am Zug, konzeptionell jedoch finde ich mich mehr denn je wieder und bin dadurch umso neugieriger auf die weiteren Entwicklungen im Kulturlabor, dessen künftige Nutzung Anfang letzten Jahres für einige Kontroversen sorgte:

„Unrenoviert und abgeranzt“ > LINK
SZ-Artikel Von Ellen Draxel, Neuhausen/Schwabing, 24.01.2021

Nun aber ist seitens der Stadt eine Entscheidung gefallen und nicht die schlechteste, will mir scheinen, denn ruft man die LINKS zu den neuen AkteurInnen und deren Projekte auf, ergibt sich als Gesamtbild ein Netzwerk junger Kreativer unterschiedlicher, jedoch sich potentiell ergänzender Ausrichtung, was allein schon vielversprechend auf das ZIRKA als künftige Kreativschmiede hindeutet. Zudem weisen all diejenigen Beteiligten, zu denen ich im Netz Informationen sammeln konnte, eine schöpferisch schillernde Vita auf.

Ihnen und allen Beteiligten ein herzliches „toi, toi, toi“!



Ein Zentrum für interdisziplinäre Raum und Kulturarbeit –
die Halle 23 im Kreativlabor hat neue Nutzer

Das „ZIRKA (Zentrum für interdisziplinäre Raum- und Kulturarbeit)“ hat am 1. Januar als neuer Nutzer die Halle 23 im Kreativlabor bezogen. Unter den Interessenten für das Objekt wurde vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft in Absprache mit dem Kulturreferat dieses Konzept als Favorit ausgewählt. In einer breit gestreuten Bekanntgabe hatten das städtische Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft und die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft (MGH) dazu aufgerufen, Konzepte für eine Nutzung des Gebäudes einzureichen und einen Mietpreis zu nennen. Kriterien bei der Beurteilung der eingereichten Konzepte waren Ergänzungen zu bestehenden Nutzungen im Labor, Wechselwirkungen in das Gelände und in die benachbarten Stadtviertel ebenso wie eine belastbare Wirtschaftlichkeitsberechnung.

ZIRKA soll ein belebter, für den Publikumsverkehr offener Ort mit zeitgemäßer, transdisziplinärer Programmatik werden. Es will verbinden und Brücken schlagen zwischen verschiedenen Sparten, zwischen Subkultur und Hochkultur. Hinter dem Konzept steht ein lebendiges, dezentrales Netzwerk unter anderen aus den Bereichen Musik, Kunst, Rundfunk und Design.

Zum Jahresabschluss unterzeichnete die sich in Gründung befindende Experimental
Exchange GmbH
, bestehend aus den GesellschafterInnen Thomas Schamann, Cornelia Breinbauer, Tobias Tzschaschel, Felix Flemmer, Peter Pazmandi und Christian Marquart den Mietvertrag.
Die beteiligten AkteurInnen stehen für ein breites Netzwerk mit ausgewiesener
Erfahrung in künstlerischen Projekten und kreativwirtschaftlicher Professionalität. In der
Vergangenheit waren sie beispielsweise an den Projekten
Radio 80000, Cucurucu, Milla,
Grotto Terrazza und Hauskonzerte beteiligt.

Ein Musik-Video zum Dahinschmelzen auf dem Youtube-Kanal von HAUSKONZERTE:

Der Aufbau von ZIRKA bedeutet einen nächsten großen Schritt nach vorne. ZIRKA bietet ab sofort einem lebendigen Netzwerk von Kulturschaffenden Raum für Ateliers, Büros, Werkstätten und Produktionsstudios.

Die ersten NutzerInnen haben die Halle bereits bezogen:

  • das Musiklabel „Squama Recs. und Alternative Fakten“
  • die Ateliers der KünstlerInnen Marie Jaksch, Julian Billmair, Mara Pollak, Franziska Scheuerecker, Aiste, Dabkeviciute, Ly Nguyen, Julia Emslander und Boris Saccone
  • das Studio von Radio 80000
  • das Modelabel Form of Interest

Video der Website www.notjustalabel.com

TARUN KADE studierte Theater-/ Literaturwissenschaft sowie Philosophie in München und Bristol. Nach Lehraufträgen an der Universität Bayreuth und Dramaturgie Positionen am Hamburger Thalia Theater sowie am Theater Bremen war er bis Sommer 2020 leitender Dramaturg der Münchner Kammerspiele und programmierte die digitale Spielstätte Kammer 4.

Kade ist Jury-Mitglied der Allgemeinen Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes.

Langfristig setzt sich ZIRKA zum Ziel, die Räume auch für Publikum zu öffnen und ein ambitioniertes Programm in den Bereichen Musik, Kunst und Kulturvermittlung aufzubauen und so nachhaltige Impulse für die Stadtgesellschaft zu setzen.

Das Gebäude 23 steht auf dem Gelände der ehemaligen Stadtentwässerung im Kreativlabor am Übergang zum Kreativpark. Seit dem Auszug der Stadtentwässerung wurde das Gebäude unter anderem als Filmdrehort kurzfristig zwischengenutzt. In sechs oder sieben Jahren soll auf diesem Gelände ein Neubau für die Kreativwirtschaft entstehen.


Das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein Service der Landeshauptstadt zur Unterstützung der Kreativbranche in München und der Metropolregion München. Es berät kostenlos Kulturschaffende und Kreativunternehmen aller Sparten, unterstützt diese bei der Image- und Netzwerkbildung und bei der Suche nach Büro- und Arbeitsräumen.

Informationen im Internet unter
http://www.kreativ-muenchen.de sowie http://www.kreativ-muenchencrowdfunding.de


Die MGHMünchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft ist als Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt München für den Erhalt, die Sanierung und die bauliche Weiterentwicklung des Kreativlabors verantwortlich.

Die Abteilung KKF (Kultur- und Kreativflächen) kümmert sich darum, Kultur- und Kreativschaffenden aus München im Kreativlabor vielseitige Flächen für ihre kreative, künstlerische und auch wirtschaftliche Entwicklung anzubieten.

Das Ziel der MGH ist es, Räume mit einem urbanen Nutzungsmix und nachhaltiger Vernetzung zu erhalten und zu schaffen.

Die MGH und ihr Konzept sind feste Bestandteile der Münchner Wirtschaftspolitik und ein Erfolgsbeispiel angewandter Mittelstandsförderung. Dank ihr kann in einer stark verdichteten Stadt wie München noch Platz für das gewerbliche, technologische und auch kulturell-kreative Nutzungen angeboten werden.

Informationen im Internet unter: https://www.mgh-muc.de/


Achtung Redaktionen:
Auskunft zu ZIRKA gibt: Tobias Tzschaschel:
tobi@zirka.space, Tel. 0172 1903376


Weitere Beiträge zur Kultur- und Kreativwirtschaft in München im GdS-Blog:

Vom Kreativ-Wirtschaften in der vogelfreien Künstlerszene – Zum Gespräch mit Jürgen Enninger, Leiter des Kompetenzteams für Kultur – und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München

„Jeder will ein großer Schauspieler sein, aber keiner ein kleiner Bühnenarbeiter,“ schreibt Ephraim Kishon in einer Episode aus seiner Satirensammlung „Kein Applaus für Podmanitzki„. Sie handelt vom „Tingel-Tangel“ Schauspieler Jarden Podmanitzki, „dem (sinngem.)…

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Veröffentlicht von Gaby dos Santos

GdS-Blog, Bühnenproduktionen (Collagen/Historicals), Kulturmanagement/PR > gabydossantos.wordpress.com

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