djangoO-Festival of Gypsy Music in München: Samstag, 16. – Donnerstag, 21. Oktober 2021 PRESSE- und INFO-TEXT mit weiterführenden LINKS

Die djangoO Festivals Of Gypsy Musik  laden in fünf einwöchigen Etappen zu Begegnungen mit dem „Best of“ dessen ein, was Gypsy Music und deren InterpretInnen zu bieten haben: Geboten sind Flamenco puro aus Andalusien, BALKAN Gypsy Music, Klassik, Gypsy-Swing und Jazz-Manouche, auf Konzerten, in Workshops, Filmen, Filmgesprächen und Symposien. Die Länder der djangoO-Festivals sind: Deutschland, Spanien, Serbien, Frankreich und Rumänien.

Konzipiert wurde das Festival vom künstlerischen Leiter, Walter Abt, ein deutscher Musiker und Komponist, der bereits im Teenager Alter von Sinti Musikern unter die Fittiche genommen wurde (ein Ritterschlag!) und seitdem in dieser speziellen Musikwelt beheimatet ist. Er arbeitete mit Größen wie Paco de Lucia und der legendären Flamenco-Tänzerin La Chana und hat speziell für das Festival eigene Musik geschrieben, die Flamenco-Komposition De Falla Concerto.

Auch Alexander Diepold, den organisatorischen Festivalleiter, zeichnet eine besondere Nähe zur Thematik des Festivals aus: Er ist selbst Sinto und Geschäftsführer von MADHOUSE, einer von ihm 1987 gegründeten Beratungsstelle für Sinti und Roma in München sowie Geschäftsführer der Hildegard Lagrenne Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland. Angesichts dieser beiden Biografien verspricht dieses Festival Authentizität und Herzblut-Atmosphäre seitens der Macher 


Den opulenten musikalischen Reigen eröffnet der feurige Balkan-Sound von Branko Bako Jovanovic mit seinem Ensemble aus Belgrad. Dank seines unverwechselbaren, virtuosen Spiels auf der Tamburica, einer 5-saitigen südslawischen Gitarrenmandoline, gilt er als einer der profiliertesten Vertreter der jungen Generation von Gypsy-Musikern aus Südosteuropa. (16.10., 20 Uhr, Saal im Alten Rathaus  > DETAILS)   

In das Andalusien des  Flamenco puro führt der zweite Abend des djangoO-Festivals, mit den MusikerInnen und TänzerInnen rund um Conchi Heredia, einer Grande Dame unter den Flamenco-Sängerinnen ihrer Heimat. Die puristisch angelegten musikalischen Darbietungen des weitläufigen HEREDIA-Clans werden von den Munich Guitars, unter Leitung von Walter Abt, kontrastiert. Dieses Gitarrenformation verbindet in seinen Kompositionen die Welten des Flamencos mit denen des Jazz und der Klassik auf einzigartige Art und beweist, dass sich der Flamenco auch außerhalb Spaniens immer wieder neu erfinden kann. (SO, 17.10./20 Uhr, Carl-Orff-Saal/Gasteig > DETAILS)

Die weiteren drei Konzerte stehen ganz im Zeichen des swingenden Gypsy Jazz, darunter große internationale Namen wie Biréli Lagrène, im Duo mit Joscho Stephan (MO, 18.10./20 Uhr, Carl-Orff-Saal/Gasteig > DETAILS), die zwar in der Nachfolge des legendären Django Reinhardt stehen, aber längst eine eigenständige Stilistik entwickelt haben, wie das Musikeraufgebot am JAZZ MANOUCHE – Abend unter Beweis stellen wird, mit Vater und Sohn Bobby und Lancy Falta sowie Joe Bawelino (guit.), Zipflo Reinhardt (viol) und Peter Bockius (b). (DI, 19.10./20 Uhr: Festsaal im Münchner Künstlerhaus> DETAILS)

Wie schon der erste, präsentiert auch der letzte Festival-Abend, mit Diknu Schneeberger, einen klangvollen Namen aus der jungen Generation der „Gipsy „- Musiker, der sich mit seinem neuen Jazz-Trio präsentiert. (MI, 20.10., 20h, Bürkleinhalle im Maximilianeum > DETAILS)


Neben Konzerten umfasst das Programm auch Workshops, zwei Filme, Filmgespräche und ein Symposium, die thematisch ebenfalls um „Gypsy-Music“ kreisen: Der Dokumentarfilm La chana – Mein Leben ein Tanz, über die Flamenco-Legende Antonia Santiago Amador, (MO, 18.10./18 h) und Ausschnitte aus dem Spielfilm Django – Ein Leben für die Musik (MI, 20.10./17.30h). An die Filmvorführungen schließt jeweils ein Gespräch an. Beide Veranstaltungen finden im Instituto Cervantes statt, ebenso wie die WORKSHOPS  (Flamenco-Tanz und Gitarre, von Mo, 18.10. – DO, 21.10.). 

Dieses Rahmenprogramm im Instituto Cervantes läuft unter dem Titel: IM DIALOG:  KULTUR, BILDUNG UND SOZIALES. Darin spiegelt sich das Anliegen der Festival-Veranstalter wieder, über das Musikprogramm hinaus, auch kulturpolitische Themen in Zusammenhang mit der Lebensrealität von Sinti und Roma zu beleuchten und auf diesem Weg Vorurteile in der Mehrheitsgesellschaft ab- und Dialoge aufzubauen. Dazu diskutiert der organisatorische Leiter des Festivals, Alexander Diepold mit dem Musiker Romeo Franz zum Thema „Musik und Kultur als Instrument für Empowerment, Teilhabe und Dialog“ (DO, 20.10./17.30h):

Ein Diskussionsabend zur Rolle von Musik und Kultur im Dialog zwischen Minderheit und Mehrheit, als Empowerment für junge Menschen, als Möglichkeit der Aufklärung und – nicht zuletzt – als eine Plattform, um einerseits Erinnerungsarbeit zu fördern, und andererseits gegen Antiziganismus einzutreten.“

Was in der Musik über Jahrhunderte als Selbstverständlichkeit praktiziert ist, stößt in der Politik auf Probleme. Wie können wir Musik und Kultur als Instrument für Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Europa nutzen?

> Alexander Diepold, organisatorischer Festivalleiter
sowie Geschäftsführer von MADHOUSE München & Hildegart Lagrenne Stiftung

Für diese Fragestellung ist der Sinto-Musiker Romeo Franz genau der richtige Diskussionspartner, da ihm, als erstem Sinto überhaupt, vor zwei Jahren der Einzug ins Europa Parlament, für die Fraktion „Die Grünen/EFA“ gelang!

In der musikalischen Tradition unserer Minderheit liegt ein wertvolles Gut, welches wir schützen und fördern müssen. Sie gibt uns Identität und stärkt uns nach innen. Gleichzeitig hat sich unsere musikalische Tradition in den verschiedenen europäischen Ländern immer im Austausch mit der Mehrheitsgesellschaft befunden und sich gegenseitig inspiriert. Dieser kulturelle Austausch ist eine Gelegenheit für ein Kennenlernen und Dialog auf Augenhöhe. Die Selbstverständlichkeit, mit der Künstlerinnen und Künstler mit Romani-Hintergrund als Teil der Welt von Kunst und Kultur angesehen werden, wünsche ich mir in allen Lebensbereichen.

Romeo Franz, Sinto und Abgeordneter im Europäischen Parlament für Die Grünen /EFA Fraktion

(DO, 21.10., 17.30 Uhr – 19 Uhr, Instituto Cervantes, Eintritt frei)

Separate Pressemitteilung folgt


Weiterführende LINKS:


Pressekontakt und allgemeine Rückfragen:
Gaby dos Santos
dossantosgaby1@gmail.com
Tel. 089/444 09 206 od. 0173/627 86 38



Veröffentlicht von Gaby dos Santos

GdS-Blog, Bühnenproduktionen (Collagen/Historicals), Kulturmanagement/PR > gabydossantos.wordpress.com

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