Time has told me: Joel Frederiksen (Gesang/Laute) beleuchtet die Großen Themen des Lebens anhand unvergänglicher Musiken, von der Renaissance bis Nick Drake & Leonard Cohen, 13.6., Carl-Orff-Saal

Einmal mehr lässt der US-amerikanische Sänger und Lautenist Joel Frederiksen die Musik erzählen beziehungsweise „philosophieren“. Dabei zieht er zusammen mit Domen Marinčič (Viola da Gamba) und Emma-Lisa Roux (Sopran, Laute) alle musikgeschichtlichen Saiten auf, die das Thema hergibt: Time has told me heißt sein neues Programm, wobei der Begriff von „Zeit“ weit gefasst ist und von der Renaissance bis in unsere Zeit reicht.

Inspiriert durch die existenziell herausfordernde Gegenwart, präsentiert Joel Frederiksen in diesem Programm auch Songs aus eigener Feder; persönlich und besinnlich gehaltene Stücke über die Vergangenheit, Gedanken an die Gegenwart und Überlegungen zur Zukunft in Liedern, die er während des Lockdowns zu den großen klassischen Themen wie Liebe, Verlust und Veränderung komponiert hat. Auf diese Werke bin ich persönlich besonders gespannt, bieten sie doch die Gelegenheit, tiefer in die Gedankenwelt eines Künstlers vorzudringen, dessen thematisch anregende und vom Repertoire her akribisch ausgestaltete Musikprogramme mich immer wieder faszinieren.

Das Ensemble von Time has told me: V.l. Joel Frederiksen (Konzeption, Gesang, Laute, Erzlaute)
Emma-Lisa Roux (Sopran, Laute) – Domen Marinčič (Viola da Gamba)

Time has told me / MÜNCHEN

  • Sunday, June 13, 2021
  • 19:00  20:00
  • Carl Orff Saal/Gasteig (map)
    Weitere Details siehe Text-Ende

Details zum Programm:

„Alles ändert sich und nichts steht still.“

Heraklit, griechischer Philosoph

Obige altgriechische Weisheit dient Joel Frederiksen als roter Faden für sein neuestes Konzertprogramm Time has told me: Nicht zufällig umfasst dessen Repertoire auch Lieder des britischen Gitarristen und Singer-Songwriters Nick Drake (1948 – 1974), die Stücken des Renaissance-Komponisten John Downland (1563-1626) gegenüber gestellt werden, jeweils aus Frederiksens gefeiertem Programm Requiem for a Pink Moon, dessen gleichnamige CD den Echo-Klassik erhielt.

Das titelgebende Lied Time has told me von Nick Drake erzählt von Herzensangelegenheiten, die nur die Zeit uns lehren kann …

Time stands still von John Dowland hingegen besingt einen kostbaren Ist-Zustand, in dem die stetige Bewegung der Zeit kurz innehält …

Ebenso werden neu arrangierte Songs von Leonard Cohen (1934-2016) mit französischen Chansons der Renaissance verflochten. Cohen, in Montreal geboren, wuchs mit französischer Sprache und Kultur auf. Seine Hits und Hits der Renaissance treffen aufeinander und verbinden sich auf subtile und unerwartete Weise. Cohens legendärer Song Suzanne fließt in und um Orlando di Lassos Susanne un jour oder das Liebeslied Hey, that’s no way to say goodbye verzahnt sich mit Josquin des Prez‚ mehrstimmigem Meisterwerk Adieu mes amours. Außerdem hat Joel Frederiksen mit Leitmotiven aus Josquins Stück eine völlig neue Begleitung für Cohens bewegenden Song Famous Blue Raincoat geschaffen. Auf diese Weise werden beide Repertoires bereichert und in einem neuen, frischen Klang präsentiert.

Momentaufnahmen von Joel Frederiksen > Quelle Homepage

Die sogenannte „Alte Musik“ in Bezug zu modernen Musiken zu stellen, dadurch ihre Zeitlosigkeit zu dokumentieren und sie so für ein breiteres Publikum erfahrbar zu machen, ist ein weiteres Gütesiegel der Konzert-Programme von Joel Frederiksen, das mir historische Musikwerke erst richtig erschlossen hat. Entsprechend groß ist meine Vorfreude auf dieses Konzert, das erste Konzert überhaupt, das ich seit Ausbruch der Corona-Pandemie besuche!


Zum Programm „Time has told me“ 

Requiem for a Pink Moon – Eine Elisabethanische Hommage an Nick Drake
Requiem aeternam  –  Gregorianisch/Bearb. Joel Frederiksen (JF)
Pink Moon  –  Nick Drake (1948-74)/JF
Horn  –  Nick Drake/JF

His golden locks  –  John Dowland (1563-1626)/JF
Place to be  –  Nick Drake (1948-74)/JF

Time stands still  –  John Dowland/JF
Time has told me  –  Nick Drake/JF
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Neue Lieder von Joel Frederiksen

All Gone
Comet  –  A song for Tim
A woman’s heart  –  A song to Thomas Campion
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A Day with Suzanne – Französische Chansons der Renaissance treffen auf Songs von
Leonard Cohen

Susanne un jour  –  Orlando di Lassus (1532-1594)/JF
Suzanne  –  Leonard Cohen (1934-2016)/JF

The Partisan  –  Anna Marly (1917–2006)/ Leonard Cohen/JF
Battaglia  –  Pierre Attaingnant/JF

Le Phoenix  –  De Vincent (?-1650)/JF
So long Marianne  –  Leonard Cohen/JF

Adieu mes amours  –  Josquin des Prez (ca. 1450-1521)/JF
Hey, that’s no way to say goodbye  –  Leonard Cohen/JF
Famous Blue Raincoat  –  Leonard Cohen/JF
 

> Detaillierte Informationen zum Programm

via Volksbühne München

Kartenverkauf über die Homepage des Veranstalters Volksbühne München (ohne VVK-Gebühr)
oder Tel. 089/54 59 740 montags 10-16h, mittwochs 10-16h, donnerstags 16-18h oder
via Mail (kontakt@volksbuehne-muenchen.de)
oder München Ticket
Preise: 28/24€ (Volksbühnen-Mitglieder 20/16€

Nach aktueller Corona-Lage sind derzeit nur eine bestätigte Konzert-Anmeldung (s.o.) und das Tragen einer FFP2-Maske zum Konzertbesuch erforderlich, jedoch keine Testungen


Dass dieses Konzert überhaupt stattfinden kann, ist der Volksbühne München zu verdanken (!nicht zu verwechseln mit dem Volkstheater München), im Rahmen einer Konzertreihe, bei der freie Ensembles aus München vom 19. Mai bis 22. Juni im Gasteig wieder vor Publikum auftreten können.

Ein wunderbares Engagement seitens dieses ehrenamtlichen Vereins, daher BITTE WEITERSAGEN!


Zur Umsetzung seiner ambitionierten Klassik- und Cross Over Projekte stehen Joel Frederiksen die Musikerinnen und Musiker seines Ensemble Phoenix Munich in wechselnden Besetzungen zur Seite.


Mehr zu Joel Frederiksen und dem Ensemble Phoenix Munich im GdS-Blog >

In der Konzertreihe „Zwischen Mars und Venus XIII“ besangen Joel Frederiksen und sein Ensemble Phoenix Munich im Bayerischen Nationalmuseum die unverblümte „Leichtigkeit der Liebe“ in Thomas Campions Renaissance



Veröffentlicht von Gaby dos Santos

GdS-Blog, Bühnenproduktionen (Collagen/Historicals), Kulturmanagement > gabydossantos.wordpress.com

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