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„Dekameron 21.0“ und „Heptameron 21.0“: Schlaglichter auf die Corona- Krise in zwei Bänden, Herausgeber Peter Czoik

Beitragsbild: Eine Collage von Gaby dos Santos, die Elemente des Buchcovers von „Dekameron 21.0“ mit dem Logo des GdS-Blogs – der Theatermaske mit Perlenträne – sowie plakative Elemente zum Thema kombiniert

Als Teil der schreibenden Zunft – egal, ob wissenschaftlicher Autor oder Schriftsteller – kommt man nicht umhin, sich mit einschneidenden Gegebenheiten schriftlich auseinandersetzen. Das gilt auch für die Corona-Pandemie – zum Glück für alle Leserinnen und Leser, denen, nach dem medialen Overkill der letzten anderthalb Jahre, der Sinn auch mal nach anderen, literarischeren Formen der Auseinandersetzung mit dem omnipräsenten Virus steht. Wenn sich dieser schon als dermaßen invasiv bezüglich so ungefähr aller Bereiche unseres DaSeins erweist, dann möchte man ihn gerne auch aus anderen Perspektiven erkundet sehen, als nur in Form von Inzidenzzahlen!

An mein diesbezügliches Bedürfnis knüpfte im vergangenen Sommer Schriftstellerin  Gunna Wendt an, mit einem bis dato unveröffentlichten Essay, „Camus, das Absurde und das Jahr ohne Sommer, mit dem sie sich an Kultur trotz Corona“ beteiligte, einem Projekt des Literaturportals Bayern. In Folge ergänzte Gunna Wendt ihren Beitrag noch durch Texte von Gert HofmannHenrik IbsenJens Peter Jacobsen und Heinrich Heine, denn deren Schilderungen von Menschen in Ausnahmesituationen erwiesen sich als „von verblüffender Aktualität.“ Tatsächlich werfen diese Texte, ebenso wie Gunna Wendts eigentlicher Essay, so einige beunruhigende Fragen zur Lernfähigkeit der Menschen auf, die offensichtlich an immer gleichen Verhaltensmustern scheitert …

Gunna Wendts Essay „Camus, da s Absurde und das Jahr ohne Sommer“,
ergänzt durch Texte von Gert Hofmann, Ibsen, Heine u.a., im Literaturportal
> LINK

Fazit: Es menschelt sehr im Katastrophenmodus und das querbeet durch die Geschichte! Auf ebenso unterhaltsame wie auch lehrreiche Art und Weise und jenseits all jener statistischen Erhebungen, die gerade unser aller Leben bestimmen. Bei der Lektüre erbaut man sich an Wiedererkennungseffekten, die tröstend, zwischen einem Aha-Erlebnis und dem nächsten suggerieren, dass so manche ZeitgenossInnen sich zu Pandemiezeiten im 21. Jahrhundert auch nicht bescheuerter – oder klüger – verhalten als es die Ahnen taten.

😉

Peter Czoik, Literaturwissenschaftler, Koordinator und Redakteur beim Literaturportal Bayern muss das ganz ähnlich gesehen haben, als er sich entschied, den Sammelband Dekameron 21.0 – Zehn Schlaglichter auf eine Krise herauszugeben, der, aus unterschiedlichsten Perspektiven, wissenswertes Neues aus Gegenwart und Vergangenheit zum Themenkreis „der Mensch und die Seuche“ beinhaltet – darunter natürlich auch Gunna Wendts Beitrag, in leicht gekürzter Fassung:

Drei Frauen und sieben Männer aus München und Umgebung entschließen sich, mitten im Wüten eines neuen Virus, der im Frühjahr 2020 um die Welt geht, ein Krisenbuch für Kulturinteressierte zu schreiben. Was sie alle vereint, ist ihre jeweilige häusliche Isolation und ihre phänomenologische Sicht auf das gemeinsame Thema: In zehn Essays, die sich zahlenmäßig an Giovanni Boccaccios ›Zehn-Tage-Werk‹ Decamerone von 1349/53 orientieren, knüpfen sie an die aktuelle ›Corona-Krise‹ an und beleuchten damit zusammenhängende Erscheinungen.

Die aus verschiedenen vornehmlich geisteswissenschaftlichen Disziplinen stammenden Beiträge werfen Schlaglichter auf die Krise innerhalb des Spektrums von Philosophie, Religion, Literatur, Film, Geschichte und Gesellschaft – angefangen vom alten Pesttraktat im Mittelalter bis hin zum modernen Virenausbruchsfilm im 20. Jahrhundert.

Mit Beiträgen von

  • Peter Czoik
  • Ursula Haas
  • Martin Hielscher
  • Krisha Kops
  • Uwe Kullnick
  • Franz-Josef Rigo
  • Stephan Seidelmann
  • Gunna Wendt
  • Sopie Wiederroth
  • Klaus Wolf

Mit einer Einführung des Herausgebers.


Besprechung „Donaukurier/Hilpoltsteiner Kurier:

Besprechung „Donaukurier/Hilpoltsteiner Kurier

Ein „Decamerone“ des 21. Jahrhunderts
Von Pesttraktat bis Virusausbruchsfilm: Zehn Autoren werfen in häuslicher Isolation Schlaglichter auf die Pandemie


„Dekameron 21.0 – Zehn Schlaglichter auf eine Krise“
> Link zur Buchbestellung

www.verlag-koenigshausen-neumann.de

Nachdem sich obige pandemisch-literarische Zusammenkunft bewährte, hat Peter Czoik gleich einmal nachgelegt:

Peter Czoik (Hrsg.)
Heptameron 21.0 – Sieben neue Schlaglichter auf eine Krise

Im zweiten Jahr der Pandemie entschließen sich zwei Frauen und fünf Männer aus München und Umgebung erneut, ein Krisenbuch für Kulturinteressierte zu schreiben. In sieben Essays, die sich zahlenmäßig am Heptameron der Margarete von Navarra von 1559 orientieren, knüpfen sie an die aktuelle ›Corona-Krise‹ an und beleuchten damit zusammenhängende Erscheinungen. Wie jene dem Decamerone von Boccaccio nachgebildeten Erzählungen stellt das vorliegende Buch eine Nachahmung des Vorgängerbands Dekameron 21.0 dar und ermöglicht wieder verschiedene geisteswissenschaftliche Zugänge zum Corona-Thema.

Die Beiträge werfen diesmal Schlaglichter auf die Krise innerhalb des Spektrums von Literatur, Geschichte, Medien und Pädagogik – angefangen von der pandemischen Wiederkehr antisemitischer Stereotypen bis hin zur kritischen Betrachtung der aktuell entstehenden Corona-Literatur.

Mit Beiträgen von

  • Peter Czoik
  • Martin Hielscher
  • Franz-Josef Rigo
  • Friedrich Ulf Röhrer-Ertl
  • Gunna Wendt
  • Sopie Wiederroth
  • Klaus Wolf

Mit einer Einführung des Herausgebers.


„Heptameron 21.0 Sieben neue Schlaglichter auf eine Krise“
> Link zur Buchbestellung

www.verlag-koenigshausen-neumann.de




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Veröffentlicht von Gaby dos Santos

GdS-Blog, Bühnenproduktionen (Collagen/Historicals), Kulturmanagement/PR > gabydossantos.wordpress.com

Ein Kommentar zu “„Dekameron 21.0“ und „Heptameron 21.0“: Schlaglichter auf die Corona- Krise in zwei Bänden, Herausgeber Peter Czoik

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